Die restaurierte Rokokotür des Handwerksmuseums Ovelgönne
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Restaurierung

Rokokotür glänzt wieder nach Restaurierung.

Am 5. Dezember 2025 haben wir unsere historische Rokokotür feierlich eingeweiht. Nach mehr als vier Monaten Restaurierungsarbeit erstrahlt sie wieder in ihrem ursprünglichen Glanz.

Seit 1773 ist sie die Visitenkarte unseres Hauses. Mit ihren reich verzierten Rokokoformen gehört sie im norddeutschen Raum zu den echten Seltenheiten. Sie ist mehr als Schmuck an unserem Gebäude.

In kritischem Zustand

Die Tür hatte über die Jahre stark gelitten. Frühere Restaurierungen hinterließen fachliche Mängel: falsche Materialien, ungeeignete Farben, abplatzende Lackschichten. Risse und Feuchtigkeit hatten die Holzsubstanz zusätzlich geschwächt.

Die Rokokotür vor der Restaurierung mit abplatzender Farbe und sichtbaren Schäden
Der Zustand der Tür vor der Restaurierung: abplatzende Farbe, Risse und Feuchtigkeit hatten die Holzsubstanz stark beschädigt.
"Die Tür symbolisiert handwerkliche Tradition, starkes regionales Engagement und lebendige Museumskultur." Arman Džaferagić, Museumsleiter

Behutsame Restaurierung

Wir beauftragten die Bremer Firma Kossann & Melching restaurieren, die auf historische Denkmalpflege spezialisiert ist. Vier Monate dauerten die Arbeiten: Schadhaftes Holz wurde ersetzt, die Fassung erneuert und Leinölfarben aufgetragen, die dem historischen Original entsprechen und die Tür langfristig schützen.

Nahaufnahme der freigelegten Holzschichten an der Rokokotür während der Restaurierung
Freigelegte Holzschichten im Detail: Die Restaurierung legte historische Fassungen und Schadstellen offen.

Eine 3D-Dokumentation sicherte vor Beginn jeden Detail der Tür. Das Modell soll künftig ausgestellt werden und die Restaurierung für Besucherinnen und Besucher erlebbar machen.

Restauratorin bei der Arbeit an der historischen Rokokotür
Restauratorin von Kossann & Melching bei der behutsamen Arbeit an der Tür.
3D-Scan der Rokokotür als digitales Dokumentationsmodell vor der Restaurierung
Das 3D-Modell der Tür entstand vor der Restaurierung und dokumentiert jeden Detail digital.
Die restaurierte Rokokotür von 1773 in neuem Glanz
Die restaurierte Rokokotür von 1773 nach Abschluss der Arbeiten.
Einweihung der restaurierten Rokokotür mit Förderern und Museumsleitung
Einweihung am 5. Dezember 2025 (von links): Museumsleiter Arman Džaferagić, Geschäftsführer Rudi Schulenberg, Andreas Vollert (Regionaldirektor bei der Landessparkasse zu Oldenburg), Uwe Karger (Vorstand des Museums), Uwe Meiners (Präsident der Oldenburgischen Landschaft), Christoph Hartz (Bürgerstiftung Wesermarsch), Michael Folter (Vorstand des Museums).

Ein herzliches Dankeschön

Ein großes Dankeschön gilt der Oldenburgischen Landschaft, der Wesermarsch-Stiftung und der LzO-Stiftung für ihre Förderung sowie der Firma Kossann & Melching restaurieren für die behutsame und fachkundige Arbeit. Unser Dank gilt auch dem gesamten Team und allen Ehrenamtlichen.

Die Restaurierung schließt eine Reihe von Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Gebäude ab. 2023 wurden die Fenster erneuert, 2024 das Haus neu gestrichen. Nun steht sie wieder: stabil, farbkräftig und bereit für die nächsten Jahrhunderte.