Geschichte
Zur
Geschichte des Museums
Das
Handwerksmuseum Ovelgönne wurde im Jahre 1981 auf Initiative
des damaligen Gemeindedirektors Ingo Hashagen hin begründet.
Obwohl die Sammlung von Anbeginn vorwiegend aus Objekten aus
dem Bereich des Handwerks bestand, rangierte das Museum zunächst
als ‚heimatkundliche Sammlung‘. Die erste Präsentation
der Objekte wurde in einem Bürgerhaus (Typ Oldenburger Giebelhaus)
dem jetzigen Hauptgebäude - in Ovelgönne arrangiert und seitdem
der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Advokat und Landgerichtspedell
Rumpf hatte das Gebäude im Jahre 1773 errichten lassen. Es steht
heute unter Denkmalschutz. Im Jahre 2000 übernahm der Heimat-
und Kulturverein Ovelgönne e.V. die Trägerschaft des Museums
von der Gemeinde. Seitdem wurde eine Modernisierung des Museums
durch ein für einen 70-köpfigen Verein bemerkenswertes Engagement
auf den Weg gebracht.
Die Sanierung des Hauptgebäudes wurde begonnen, die erste
Bauphase steht kurz vor dem Abschluß. Ein neues Nebengebäude
wurde errichtet. Es bietet mit einem Sonderausstellungsraum,
einem kombinierten Ausstellungs-und Werkstattraum (Schmiede)
und einem weiteren Raum, der in der Zukunft neben weiteren Ausstellungen
für Museumspädagogik und Veranstaltungen genutzt werden
wird, die Möglichkeit, dem Bildungsauftrag des Museums
auch im Rahmen einer erweiterten Öffentlichkeitsarbeit
gerecht zu werden.
Mit
der Einstellung einer wissenschaftlichen Leiterin sowie eines
weiteren Mitarbeiters wurde für die fachgerechte Erschließung
der Objekte Sorge getragen. Wichtiges Ziel ist nun die Umsetzung
der neuen Konzeption für die Präsentation im Besonderen und
das Museum im Allgemeinen.
Professionelle Organisation und Gestaltung der Museumsarbeit
ist auch für die Zukunft ein wichtiges Anliegen des Vereins.
Während der Umbauphase und der Umsetzung der wissenschaftlichen
Konzeption im Hauptgebäude sorgt ein umfangreiches Sonderausstellungsprogramm
im Nebengebäude für die Vermittlung der neuen Konturen des Museums.
Außerdem versuchen Verein und Leiterin dadurch, dem gemeinnützigen
Anspruch auch während der Museumssanierung nachzukommen. Mit
diesen Ausstellungen, einem Museumsfest zum Internationalen
Museumstag, verschiedenen öffentlichen Vorführungen und Veranstaltungen,
z.B. im Rahmen des Ferien(s)passes für Kinder und einem Künstlerförderprogramm
erzielte das Handwerksmuseum bisher sowohl in der breiten Bevölkerung
als auch unter Fachkollegen erfreuliche Resonanz. Ein erster
Videofilm in der Multimediareihe des Museums konnte erstellt
werden. Der erste Katalog zum Ausstellungsblock ‚Blicke
aufs Moor, mit dem sich das Handwerksmuseum am Kultursommer
Wesermarsch beteiligt, ist im Isensee-Verlag
(Blicke aufs Moor, Herausgeber: Gabriele Speckels, ISBN: 3-89598-889-8,
EUR 7,80) erschienen.
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